Tarragona im Katalonien-Lexikon

Die Stadt Tarragona ist weitaus älter als Barcelona und war zu Zeiten der Antike auch bedeutender. Sie besitzt eine Vielzahl von Baudenkmälern aus der römischen Zeit. Diese verschafften Tarragona auch den Status als Weltkulturerbe. Heute ist Tarragona überwiegend Industriestadt mit dem Fokus auf Petrolchemie, zudem ist der Hafen der zweitgrößte in Katalonien.

Die schöne Altstadt Casc Antigua liegt etwas abseits des Geschehens, auf der Kuppe eines Hügels. In den letzten Jahren hat man in der Gegend ziemlich viel restauriert, dennoch kann man in einigen Gebieten die Ärmlichkeit und den Verfall nicht übersehen. So ist die Identität der Altstadt zum Glück erhalten geblieben. Urige Fischläden liegen Tür an Tür mit noblen Antiquitätenläden und die alten Herrschaften treffen sich noch immer unter Orangenbäumen zum gemütlichen Plausch im Freien.

Tarragona wird jedoch vor allem wegen seiner Bauwerke besucht und nicht der traumhaften Atmosphäre wegen. Grund dafür sind die römischen Relikte, welche, neben denen von Mèrida, die bedeutendsten des ganzen Landes sind. Tarragona war schließlich über Jahrhunderte hinweg die Hauptstadt einer der beiden römischen Provinzen in Spanien. Deshalb wurden im Jahre 2000 die römischen Monumente auch in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Allerdings sollte man bei einem Besuche Tarragonas auch die Kathedrale, welche im Übergangsstil zwischen Romanik und Gotik erreichtet wurde, nicht verpassen.

Tarragona an sich ist in drei Gebiete gegliedert. Einmal die Unterstadt, welche am Hafen liegt. Zum anderen die Oberstadt mit dem heutigen Stadtzentrum und die Altstadt, welche noch höher liegt.



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