Ripoll im Katalonien-Lexikon

Das Städtchen Ripoll liegt am Zusammenfluss von Freser und Ter. Es entstand aus einer Gebietsansiedlung um des Benediktinerkloster Santa Maria. Dieses wurde bereits im 6. Jahrhundert gegründet, aber im 9. Jahrhundert durch die Araber zerstört. Wilfried der Behaarte rief es daraufhin wieder ins Leben zurück. Im Mittelalter gehörte das Kloster von Ripoll zu den einflussreichsten religiösen und politischen Zentren Kataloniens, Grundlage dafür war die fortwährende Zunahme der Macht der Mönche. Diese nahm später allerdings genauso schnell wieder ab. So verließen Anfang des 19. Jahrhunderts die letzen Mönche das Kloster, daraufhin wurde es erneut zerstört. Man begann jedoch später aus kunsthistorischen Gründen erneut mit einem Wiederaufbau. Im 16. Jahrhundert begann Ripolls Aufstieg zu einer katalanischen Industriestadt. Zu dieser Zeit ließen sich erste Waffenfabrikanten in Ripoll nieder und schon bald zählte die Stadt zu den führenden Orten Europas, was die Waffenherstellung betraf. Mittlerweile haben sich die ansässigen Firmen, jedoch mehr auf den Maschinenbau konzentriert. Trotz der Industrieanlagen in den Vororten Ripolls, lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch, denn der lebhafte Ortkern und die Altstadt sprechen für sich. Das Festa de la Llana findet am 11. mai statt und ist ebenfalls eine aufregende Sehenswürdigkeit Ripolls. Es ist das „Fest der Wolle“, bei welchem sich natürlich alles um Schafe dreht. Diese werden dann auch mitten auf dem Rathausplatz geschoren. Eine hervorragende Variante die Gegend von Ripoll zu erkunden ist es auch die Bahnstrassen- Radwege zu benutzen, welche man in der Gegend sehr häufig findet.


Hauptseite | Impressum