Beliebte Artikel

Calafell
Calafell Calafell

Klima
Klima Klima

Camprodon
Camprodon Camprodon

Delta des Riu Ebre im Katalonien-Lexikon

Das größte Feuchtgebiet Spaniens wird durch das Delta des Riu Ebre gebildet. Die Landschaft ist ungewöhnlich und traumhaft schön, geprägt von Lagunen, Kanälen und Reisfeldern. Seit 1983 sind Teile des Deltas als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Der Fluss ist, als Iberus der Römerzeit, der Namensgeber der Iberischen Halbinsel. Im Mündungsgebiet kommt es zu einer Verzweigung in ein 320 Quadratmeter großes Delta. Es reicht weit ins Mittelmeer hinein und wird durch den Hauptfluss in ein nördliches und südliches Gebiet getrennt. Geschichtlich gesehen ist das Delta noch sehr jung, denn selbst im 12. Jahrhundert waren lediglich wenige Ansätze einer Halbinsel zu sehen. Erst ein Jahrhundert später kam es, durch die Abholzung großer Flächen im Landesinneren, zu einer zunehmenden Erosion, welche zu der heutigen Form führte. So lagerte sich die von den kahlen Hängen ins Meer gewaschene Erde an der Mündung ab, auf diese Weise hob sich das Land allmählich aus dem Meer. Heute jedoch verändern sich die Umrisse des Deltas bedeutend langsamer, da die vorhandenen Stausseen am Ebre eine Menge der Schwemmpartikel abfangen.

Geprägt ist die Gegend durch Wasser in allen möglichen Erscheinungsformen, wie Lagunen, Sümpfe, Kanäle und ullas (kleine Süßwasserseen). Besonders auffällig sind die Reisfelder, welche im Sommer knackig, im Frühjahr überschwemmt und im Herbst abgeerntet sind. Sie stellen 98% der katalanischen Reisernte. Weitere sehr bedeutende Wirtschaftzweige dieser Gegend sind der Fischfang, sowie die Vieh- und Muschelzucht. Die Dörfer im Delta sind trotz der heutigen Zeit immer noch sehr nostalgisch.



Hauptseite | Impressum | Partnerseiten



ABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Land: Spanien
Verwaltungssitz: Barcelona
Fläche: 32.091 km²
Einwohner: ~7,1 Mio.
Amtssprachen: Spanisch, sowie Katalanisch
Gliederung: 4 Provinzen sowie 41 Comarques
Telefonvorwahl: (+34)