Cap de Creus im Katalonien-Lexikon

Das Cap de Creus, also der östliche Ausläufer der Pyrenäen, ist seit 1998 als Naturpark ausgewiesen. Der Park hat eine Größe von 13.886 Hektar und umfasst somit fast die komplette Halbinsel Cap de Creus, sowie ebenfalls die vorgelagerten Meeresbereiche. Ausgenommen sind jedoch Siedlungen und deren nähere Umgebung. Allerdings gibt es auch mehrere besonders geschützte Zonen im Park. Diese beginnen bei der Paratge Natural, über die Reserva Natural bis hin zur höchsten Stufe, der Reserva Natural Integral. Diese letzten liegen direkt um das Cap de Creus, sowie um die Insel S`Encalladora und das Cap Norfeu. Bis zum Mittelalter war das Gebiet noch mit dichten Wäldern versehen, dies ist auch wunderbar an den Namen der Orte Port de la Selva und Selva del Mar zu sehen. Allerdings änderte sich das danach schlagartig, da es fast zur kompletten Abholzung des Gebietes kam. Grund hierfür war der Schiffbau und die Gewinnung von Weideland. Umso dramatischer war es dann im Jahr 2000 als die übrig gebliebenen Waldflächen einem Großbrand zum Opfer fielen. Die Ursachen des Brandes und eines weiteren im darauf folgenden Jahr sind bis heute ungeklärt, vermutet wird jedoch Brandstiftung. Obwohl man heute nicht mehr wirklich viel von diesen Vorfällen sieht, wird es doch noch etwa 15 Jahre dauern bis sich die abgebrannten Flächen regeneriert haben. Kennzeichen des Parks sind deshalb die ausgedehnten Flächen von Macchia, welche „Matorral“ genannt werden. Am Cap der Creus selbst ist die Vegetation fast düster und rau. Dies liegt an den vorherrschenden Gesteinen Schiefer und Granit. Dennoch ist die Flora und Fauna des Parks vielfältig. Es existiert eine hohe Zahl von Greif- und Wasservögeln, aber auch eine Reihe von Reptilien und Kaninchen sind zu finden. Der wahre Schatz des Naturparks liegt jedoch unter Wasser.

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Text (c) 2017: C. H.

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