Sant Jordi im Katalonien-Lexikon
Jedes Jahr am 23. April wird in Katalonien der katalanische Festtag des Sant Jordi begangen, welcher seinen Ursprung in der Legende des Sant Jordi hat. Nach dieser lebte in Katalonien einst ein böser Drache, welcher immer Hunger hatte. Allerdings fraß der Drache nur junge schöne Mädchen. So kam es, dass am Ende alle Mädchen Kataloniens gefressen waren. Nur die Prinzessin der Region war übrig geblieben. Da kam der Ritter Sant Jordi und wollte sie retten. Es kam zu einem erbitterten langen Kampf zwischen dem Drachen und Sant Jordi. Am Ende gewann jedoch Sant Jordi und der Drache musste sterben. Sein Blut wurde laut der Legende zu einer Rose.
Mit Sant Jordi wird am 23. April aber auch das Jubiläum von Miguel de Cervantes Saavedra gefeiert. Er ist der bekannteste spanische Dichter und Schriftsteller. Mit „Don Quichote“ schaffte er einen Welt-Roman. Aus der Legende und dem Todestag des Dichters entwickelte sich so eine Tradition, welche darin besteht dem Partner am 23. April Rosen oder Bücher zu schenken. Üblich ist, dass die Frauen eine Rose bekommen und die Männer ein Buch.
Zudem ist der Feiertag Sant Jordi der definitive Anfang des Frühjahrs in Katalonien. Man kann an diesem Tag in ganz Katalonien Stände mit Büchern und Rosen auf offener Strasse finden. Aber es wird auch zusammen gegessen, musiziert und Sardana gestanzt. Oft sind sogar die Autoren der Bücher höchstpersönlich anzutreffen und signieren die Bücher.



