Musik im Katalonien-Lexikon
Große Tradition hat in Katalonien die Musik und so machen vor allem die Musikfestivals und der katalanische Reigentanz „Sardane“ diese erlebbar.
Belegbar ist die Entwicklung einer eigenen Art katalanischer Musik ab 900 n. Chr.. Zu diesem Zeitpunkt wurde katalanische Musik vor allem in Klöstern geschrieben und auch zelebriert. So waren Sant Cugat del Valles und das Kloster Ripoll Zentren dieser frühen Musik Kataloniens. Den Mönchen ist auch der größte Teil der katalanischen Musik Überlieferungen zu verdanken. Sie musizierten und sagen katalanische Singspiele, Choräle und Verse.
Aus Valencia stammt zum Bespiel das Misteri d`Elx, ein Singspiel mit katalanischen Text, welches von der Himmelfahrt Marias berichtet. Es ist ein beeindruckendes und einmaliges Musik-Erlebnis, welches seit dem 15. Jahrhundert jeden 14. und 15. August in Elx, in einer dafür extra errichteten Kirche, aufgeführt wird. Eine bekannte Fassung des Cant de la Sibilla stammt aus Ripoll, es ist ein katalanischer Gesang aus dem 13. Jahrhundert, welcher vom Untergang der Erde erzählt. Dieses Werk ist bis heute bedeutender Bestandteil vieler katalanischer Aufführungen. Im Kloster Montserrat entstanden ebenfalls viele Musikkompositionen, aber auch eine Mange an Sakralmusik.
Katalonien besitzt einen reichen Schatz an musikalischem Erbe, so kann man auch bei zeitgenössischen Schöpfungen immer wieder die musikalische Anlehnung an traditionelle Schöpfungen früherer Epochen wieder finden.
Musik-Fans finden in fast jeder größeren Stadt Kataloniens in den Sommermonaten Musikfestivals, diese reichen von traditionellen Darbietungen, bis hin zu neuartigen Schöpfungen.



