La Seu d'Urgell im Katalonien-Lexikon

La Seu d`Urgell ist ein Grenzstädtchen zum nur etwa 10 Kilometer entfernten Andorra und zudem eine der ältesten Städte Kataloniens. Sie war bereits im 6. Jahrhundert Bischofsitz und verdankt diesem Umstand auch den Beinamen Seu, welcher Kathedrale bedeutet. Der hiesige Bischof durfte sich seit 1278 und bis in die 90 er Jahre aber noch mit einem anderen Titel schmücken. So war er mit Frankreichs Staatspräsidenten gemeinsam Regent von Andorra. Aber auch die Wirtschaft sicherte dem Städtchen eine gewisse Bedeutung. So fanden bereits seit dem 11. Jahrhundert hier eine jährliche Messe und ein Wochenmarkt statt. Die Markttage Dienstag und Freitag sind bis heute ein wichtiger Anziehungspunkt für die Menschen der Umgebung geblieben. Ebenfalls blieb La Seu das malerische Altstadtviertel erhalten. Und so kommen gerade viele französische Touristen in den kleinen ruhigen Ort mit etwa 11.200 Einwohnern. Trotzdem hat man den ursprünglichen Wirtschaftszweig der Milchverarbeitung bis heute nicht aufgegeben. Und so genießen die hier hergestellten Käse in ganz Katalonien einen guten Ruf. Aber auch bei den Wassersportler genießt La Seu d`Urgell einen sehr guten Ruf. Der Ort liegt an der Mündung des Riu Valira in den Riu Segre, welche beide für ihre sehr guten Wildwasserreviere bekannt sind. Aus diesem Grund war der Ort 1992 sogar Austragungsort der Kajak- und Kanumeisterschaften von Olympia. Die damals geschaffene Anlage bietet heute Fortgeschrittenen, aber auch Anfängern eine Menge Möglichkeiten.


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Land: Spanien
Verwaltungssitz: Barcelona
Fläche: 32.091 km²
Einwohner: ~7,1 Mio.
Amtssprachen: Spanisch, sowie Katalanisch
Gliederung: 4 Provinzen sowie 41 Comarques
Telefonvorwahl: (+34)